Weißklauenkrebse

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Das Weißklauenkrebse (Austropotamobius pallipes) ist ein gefährdeter europäischer Süßwasserkrebse und die einzige auf den britischen Inseln heimische Krebse. Es ist auch als Atlantikstrom Krebse bekannt. Der Weißklauenkrebs kommt von der Balkanhalbinsel bis nach Spanien vor und erreicht seine nördliche Grenze in Großbritannien und Irland, wo er auch die größte Bevölkerungsdichte aufweist.



Der Weißklauenkrebs ist ein olivbrauner Flusskrebs mit hell gefärbten Unterseiten an den Krallen.

Die Weißklauenkrebse können bis zu 12 Zentimeter lang werden, obwohl Größen unter 10 Zentimetern häufiger sind. Die Flusskrebse mit weißen Krallen leben normalerweise in Flüssen und Bächen, die etwa 1 Meter tief sind. Dort verstecken sie sich zwischen Felsen, untergetauchten Baumstämmen und Seen und tauchen auf, um nach Nahrung zu suchen.

Die Population von Flusskrebsen mit weißen Krallen nimmt rapide ab und war einst in den meisten Teilen Englands und Wales in Großbritannien anzutreffen. Heute ist sie mehr oder weniger auf Mittel- und Nordengland sowie Ostwales beschränkt.

Es gibt eine regional bedeutende Bevölkerung im Fluss Frome in South Gloucestershire und Bristol, und in Essex wurde eine Bevölkerung entdeckt. Es gibt auch eine Bevölkerung in Candover Brook, einem Nebenfluss des Flusses Itchen in Hampshire.

Einer der Hauptgründe für diesen Rückgang ist die Einführung der invasiven nordamerikanischen Signalkrebse (Pacifastacus leniusculus). Der Signalkrebse ist ein Überträger der Krebspest, einer Infektionskrankheit, gegen die er resistent ist, während die einheimischen Krebse keine haben. Die britische Art reagiert auch empfindlich auf viele Arten von Verschmutzung, wie z. B. Insektizide.

Der Weißklauenkrebs ist die einzige in Irland vorkommende Flusskrebsart, die über Kalksteingebieten in Flüssen, Bächen, Kanälen und Seen vorkommt.

Weißklauenkrebse fehlen in den saureren Gewässern des Westens. Sie kommen in Bächen mit mäßiger Strömung neben anderen wirbellosen Süßwassertieren wie Köcherfliegen-, Eintagsfliegen- und Weichtierarten vor.

Forelle und 3-stacheliger Stichling kommen ebenfalls im selben Lebensraum vor. Baumwurzeln, Felsen in den Ufern bieten Schutz. Juvenile Weißklauenkrebse schützen sich in Vegetation wie Brunnenkresse und Grasmatten, die aus dem Ufer wachsen.

Der Weißklauenkrebs wird auf der IUCN-Liste vom 10. Mai 2006 als „Vulverable“ eingestuft.